Binationales Frühjahrs-Nachwuchsforum

Unter diesem Titel fand gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden der DGTB, Prof. Dr. Christian Wiesmüller am 14.05.2021eine Webkonferenz im Rahmen des Referats „Nachwuchs“ statt.

Anregende Beiträge und spannende Diskussionen der Diskutantinnen und Diskutanten gewährten interessante Einblicke zu Forschungsvorhaben und boten Gelegenheiten der hochschulübergreifenden Vernetzung.

Das Forschungsvorhaben von Dennis Klotz an der Europa-Universität-Flensburg widmet sich didaktischen Konsequenzen im Kontext von 3-D-Druck als digitales Lernmediensystem für die Fertigungsmethode im Technikunterricht. Im Fokus steht hierbei der Erwerb von kognitiven Fähigkeiten im Erkennen und Beheben von möglichen Fehlern an einem virtuellen 3-D-Modell, die bei einer Realisierung durch einen 3-D-Drucker zu einem Fehldruck führen könnten. In der geplanten Studie wird untersucht, inwieweit ein speziell konzipierter Lehrgang gekoppelt mit einer 3-D-Druck Simulation im Vergleich zum Lernen in mehrstufigen Trial-And-Error Schleifen zu einem qualitativ höheren Lernerfolg im Erwerb dieser Fähigkeiten führen kann.

Timo Finkbeiner von der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems gab ausgehend seines Erkenntnisinteresses einen Einblick über den Forschungsstand und das geplante Design seiner empirischen Studie, die sich im Kern der Techniksozialisation von Lehrpersonen in der Grundschule widmet. Auf Basis narrativ orientierter Interviews geht die Arbeit dabei u. a. der Frage nach, welche Orientierungen sich dabei erkennen lassen. Ausgehend der Rekonstruktion bisher unbekannter Strukturen und Zusammenhänge des Forschungsgegenstandes wurde mit dem Fokus auf die qualitative Sozialforschung eine wissenschaftstheoretische Grundlage gelegt.

Cosima Klischat von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe widmete sich in Ihrer geplanten Studie der Frage nach der Bedeutung und Verankerung ethischer Bildung im Studium der klassischen Ingenieurwissenschaften.
Um diesem Thema nahe zu kommen, soll untersucht werden, welche im Bereich Verantwortung für Technik relevanten Probleme während des Untersuchungszeitraums von 1970 bis 2020 in verschiedenen sozialen Systemen kommuniziert wurden und ob sich daraus Veränderungen im Denkstil der Ingenieurwissenschaften ergaben, die sich in ihrem Studium widerspiegeln. Im Beitrag wurde insbesondere das geplante forschungsstrategische Vorgehen erläutert und zur Diskussion gestellt.

Das Forum verfolgt das Ziel, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus den Bereichen der Technikbildung und -didaktik eine Plattform zu bieten, ihre Forschungsvorhaben einem Fachpublikum vorzustellen und darüber hinaus den wissenschaftlichen Austausch zu fördern.

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