Technische Bildung transalpin

Auf dem Bild zu sehen ist die Tagungsstätte auf dem Monte Verità. Das Hotel (erbaut von 1927-29) erhielt 2013 die prestigeträchtige ICOMOS-Auszeichnung 'Historisches Hotel des Jahres'. Es wurde weitgehend originalgetreu dem Bauhausstil entsprechend restauriert.

Themenworkshop in Ascona auf dem Monte Verità vom 31. Oktober bis 3. November mit einem Beitrag der DGTB

Von Christian Wiesmüller

Auf dem Bild zu sehen ist die Tagungsstätte auf dem Monte Verità. Das Hotel (erbaut von 1927-29) erhielt 2013 die prestigeträchtige ICOMOS-Auszeichnung ‘Historisches Hotel des Jahres’. Es wurde weitgehend originalgetreu dem Bauhausstil entsprechend restauriert.

Seit vielen Jahren gibt es enge Kontakte der ‚deutschen‘ Technikdidaktik mit der Schweiz. Die Begegnungen spielen sich zwischen Dozentinnen und Dozenten oder auch zwischen Hochschulen ab. Viele Lehrkräfte an den Hochschulen auf deutscher Seite sind Mitglied bei der DGTB. Es lag deshalb nahe, dass die DGTB einen Abgesandten zu einem Themenworkshop schickte, der sich grundlegend mit der ‚Technischen Bildung‘ und der Situation in der Schweiz beschäftigen sollte. Ausgerichtet wurde der Workshop von der Professur Didaktik des Sachunterrichts in Kooperation mit dem Zentrum Naturwissenschafts- und Technikdidaktik (beide Fachhochschule Nordwestschweiz), gefördert von der ETH Zürich im Rahmen des Workshop-Programms ‚Congressi Stefano Franscini‘. Die Erwartung war, das Grundsatzpapier Nr. 1 der DGTB – Anliegen und Grundzüge Allgemeiner Technischer Bildung – vorgestellt zu bekommen. In dem Papier, das auf eine Initiative von Thomas Möllers zurückgeht und in zwei Kommissionsklausuren in Ellwangen in den Jahren 2017 und 2018 unter der Leitung von Wilfried Schlagenhauf entstanden ist, vergewissert sich die DGTB einerseits des Technikbegriffs, der Technischer Bildung im Allgemeinen zugrunde zu legen ist. Andererseits bedenkt das Papier die Konsequenzen daraus für eine Allgemeine Technische Bildung.

Vorgestellt wurden die Überlegungen als erstes Schlüsselreferat von Christian Wiesmüller, der mit Wilfried Schlagenhauf zusammen den Text in der Endredaktion bearbeitet hat. Weitere Keynotes beschäftigten sich mit der ‚Fachsprache und sprachbewusstem Fachunterricht‘ (Thomas Lindauer), mit dem ‚Verhältnis von Gender und Technik – den Wegen zu einer gendersensiblen Technischen Bildung‘ (Anne-Françoise Gilbert) und schließlich mit ‚Phänomen und Praktik: Einem Blick vom phänomenbasierten NaWi-Unterricht zum Technikunterricht‘ (Marc Müller). Diese bildeten die Rahmung zu zahlreichen weiteren Formaten, die von ‚Genetisch-Sokratisch-Mäeutischen Ansätzen in der technischen Bildung‘ (Svantje Schumann) bis hin zu Arbeitsphasen mit Aktivitäten aller reichten. Nachzulesen sein werden die Ergebnisse in einem Tagungsband, der 2020 erscheinen wird.

Technische Bildung transalpin ist dieser Kurzbericht überschrieben. Nicht zufällig soll diese Bezeichnung gewählt sein. Sie soll Ausdruck des allseitigen Wunsches sein, den Austausch im ganzen deutschsprachigen Raum zu pflegen und nach Möglichkeit zu intensivieren.

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